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Aktuelles

SPD-Fraktion: Vorschlag der Freien Wähler zur „Alten Schule“ unrealistisch und nicht sinnvoll

02. Januar 2026

Die Reichelsheimer SPD-Fraktion reagiert mit deutlicher Skepsis auf den jüngsten Vorschlag der Freien Wähler, die leerstehende „Alte Schule“ statt eines Neubaus als Standort für eine neue Kindertagesstätte zu nutzen. Aus Sicht der SPD ist dieser Ansatz weder realistisch noch sachlich nachvollziehbar.

Eckhard

„Das Gebäude gehört nicht der Stadt. Bevor man überhaupt über eine Nutzung sprechen könnte, müsste es erst angekauft und anschließend für sehr viel Geld umfassend umgebaut werden“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender Eckhard Fritsch. „Wir reden hier über ein Schulgebäude aus den 50er Jahren – die baulichen, räumlichen und sicherheitsrelevanten Anforderungen an moderne Kindertagesstätten liegen heute jedoch auf einem völlig anderen Niveau. Wer ernsthaft suggeriert, man könne so eine Immobilie quasi einfach zur Kita umbauen und damit Geld sparen, weckt Erwartungen, die mit der Realität wenig zu tun haben.“

Unverständlich sei zudem die Kritik der Freien Wähler an der Pressemitteilung der Bürgermeisterin. „Diese Aufregung ist ehrlich gesagt absurd und nur mit der anstehenden Kommunalwahl zu erklären“, erklärt Fritsch. „Es gibt keinerlei Vorfestlegungen. Die Bürgermeisterin informiert faktenbasiert über die Entwicklung, mögliche Schlussfolgerungen und den aktuellen Stand der Bedarfsplanung. Genau das ist Transparenz. Das letzte Wort hat selbstverständlich die Stadtverordnetenversammlung und diese wird von Lena Herget früh und umfassend informiert.“

Die SPD erinnert außerdem daran, dass die aktuelle Situation auch ein politischer Folgeeffekt sei. „Hätte man den Neubau am ursprünglich geplanten Standort am so genannten Wäldchen nicht verhindert, stünde dort heute eine moderne, räumlich großzügige Kita“, so Fritsch. „Und angesichts der inzwischen brutal gestiegenen Baukosten wäre dieser Neubau am Ende definitiv günstiger gewesen als alles, was jetzt noch kommen kann. Die Freien Wähler haben ursprünglich für die Kita gestimmt, haben dann bei Gegenwind ihr Fähnchen in den Wind gehängt und zünden jetzt Wahlkampf-Nebelkerzen anstatt sich konstruktiv am Entscheidungsfindungsprozess zu beteiligen.“

Die SPD-Fraktion kündigt an, die weitere Bedarfsplanung konstruktiv, aber klar an Fakten orientiert zu begleiten. Ziel bleibe eine zukunftsfähige, pädagogisch zeitgemäße und wirtschaftlich verantwortbare Lösung für Familien, Kinder und Mitarbeitende.